• Projekte im Bereich Landwirtschaft

    Grundwasserschutz durch Öko-Landbau

    Weizenanbau und Sreuobstwiese im Werntal

Marktchancen für den Grundwasserschutz

Die Nachfrage nach Bio-Produkten wächst – das ist auch gut für’s Grundwasser. Denn im ökologischen Landbau

  • sind synthetische Pflanzenschutzmittel und mineralische Stickstoffdünger verboten,
  • hat der Anbau von Zwischenfrüchten als Gründüngung und Bodenbedeckung eine große Bedeutung,
  • wird die Flächenbewirtschaftung umfassend kontrolliert.

Zudem verbessert der Öko-Landbau die Fruchtbarkeit des Bodens; die biologische Aktivität und der Gehalt an organischer Substanz ist in biologisch bewirtschafteten Böden in der Regel deutlich höher und das Erosionsrisiko geringer. Da die klimawirksamen Kohlendioxid- und Ammoniak-Emissionen pro Hektar vergleichsweise niedriger sind, schont der Bio-Landbau das Klima. Mit dem Verzicht auf synthetische Pflanzenschutzmittel fördert die ökologische Bewirtschaftung die Biodiversität. Auch der Energieverbrauch ist geringer als bei konventioneller Bewirtschaftung, denn synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel benötigen viel Energie im Herstellungsprozess.

Doch nicht nur für die Umwelt ist der Ökolandbau vorteilhaft, sondern auch für den Landwirt: Der Öko-Markt in Deutschland verzeichnet seit Jahren deutliche Zuwachsraten. Zugleich steigt das Interesse an einer nachhaltigen Regionalentwicklung und an Produkten aus der eigenen Region. Eine Umfrage unter Herstellern und Handelsunternehmen in Unterfranken im Rahmen des Projekts hat ergeben: Über 80 Prozent der Unternehmen, die Öko-Produkte herstellen, interessieren sich für regional erzeugte Produkte und würden sie gerne stärker in ihrem Sortiment berücksichtigen.

Initiative „Grundwasserschutz durch Öko-Landbau“

Mit der Initiative „Grundwasserschutz durch Öko-Landbau“ will die Regierung von Unterfranken den ökologischen Landbau ausweiten. In den vergangenen Jahren hat die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Unterfranken bereits deutlich zugenommen: von 6.000 Hektar im Jahr 2007 auf 22.000 Hektar im Jahr 2012 mit den höchsten Flächenzuwächsen in den Landkreisen Bad Kissingen, Rhön-Grabfeld und Schweinfurt.

Die Initiative richtet sich an alle Akteure vor Ort: Landwirte, Erzeugergemeinschaften, Verarbeiter, Handel und Berater. Die Bausteine der Initiative sind:

  • Vermarktungsförderung (z.B. Marktstudie über Hemmnisse, Tagung für Marktpartner, Konzept zur Vermarktung an Großküchen)
  • Beratung und Information (Beratung durch die staatliche Öko-Beratung und die Öko-Erzeugerringe, Fachtagungen für Landwirte, Seminarangebote)
  • Flächenförderung (KULAP)
  • Öffentlichkeitsarbeit (Informationsveranstaltungen auf Bio-Betrieben, Infomaterialien, Pressearbeit)

Mehr zum Ökolandbau in Unterfranken und zur Initiative „Grundwasserschutz durch Ökolandbau“ erfahren Sie in dem Interview mit Ökolandbau-Berater Bernhard Schwab.

Beachten Sie auch den Beitrag „Trinkwasserschutz durch Ökolandbau – Die „Initiative Grundwasserschutz durch Ökolandbau“ als Teil der „Aktion Grundwasserschutz Unterfranken“ von Bernhard Schwab und Robert Hermanowski im Tagungsband „Angewandte Forschung und Beratung
für den ökologischen Landbau in Bayern, Öko-Landbau-Tag 2012“ (S. 133 ff)

Zentraler Ansprechpartner und Koordinator der „Initiative Grundwasserschutz durch Öko-Landbau“

Bernhard Schwab
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Karlstadt
Ringstraße 51, 97753 Karlstadt
Tel. 09353 790-81002
bernhard.schwab(at)aelf-ka.bayern.de

Beratung für Umstellungsinteressierte

Haben Sie Interesse an einer Umstellung auf ökologischen Landbau? Wir helfen Ihnen gerne weiter.

1. Schritt: Orientierungsberatung

Wenn Sie an einer Umstellung Ihres Betriebs auf Öko-Landbau interessiert sind, bieten wir Ihnen als ersten Schritt eine kostenlose Orientierungsberatung durch die staatlichen Öko-Landbau-Beratung an.

Staatliche Beratung Öko-Landbau

Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bamberg
Fachzentrum 3.3 Ökologischer Landbau
Matthias Görl
Schillerplatz 15, 96047 Bamberg
Tel. 0951 8687-88
Fax 0951 8687-17
poststelle@aelf-ba.bayern.de

2. Schritt: Umstellungsberatung

Wenn sich der Öko-Landbau nach der Orientierungsberatung als erfolgversprechend für Ihren Betrieb darstellt, können Sie sich von einem erfahrenen Berater der Öko-Erzeugerringe auf Ihrem Betrieb beraten lassen. Die Berater gehören unterschiedlichen Öko-Anbauverbänden an und sind für verschiedene Regionen bzw. Betriebszweige zuständig. Die zuständigen Ansprechpartner finden Sie hier!

Praxistage und Fachtagungen

Die Initiative Grundwasserschutz durch Öko-Landbau bietet auch Feldtage und Fachtagungen an, die sich insbesondere an Bio-Betriebe und an der Umstellung interessierte Landwirte richten.

Weitere Infos finden Sie unter Informationsangebote für (Öko-)Landwirte.
Die nächsten Termine finden Sie unter Veranstaltungen.

Fit für die Umstellung?

Machen Sie den Öko-Fit-Check (www.oekolandbau.de)

Beratung auf den Praxistagen

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