Trinkwasser – so nah wie möglich

Trinkwaserbrunnen

In Unterfranken wie in ganz Bayern verfährt man nach der Maxime, den größten Teil des Trinkwassers aus dem Grundwasser zu gewinnen: so nah und so natürlich wie möglich. Diese Philosophie der Bayerischen Wasserwirtschaft hat sich seit über hundert Jahren bewährt. Ein dichtes Netz aus 311 kommunalen Wasserversorgungsunternehmen sorgt heute in Unterfranken dafür, dass 830 Quellen und Brunnen zuverlässig hochwertigstes Trinkwasser liefern. Allerdings können nur 28 Prozent des gewonnenen Grundwassers ohne Aufbereitung als Trinkwasser abgegeben werden; der Rest muss aufgrund der Gefahr von Belastungen aufbereitet werden.

Wasserverbrauch der öffentlichen Wasserversorgung

Die unten stehende Grafik gibt den Wasserverbrauch der öffentlichen Trinkwasserversorgung in Unterfranken von 1950 bis 2006 wider. 1991 wurde mit rund 96 Mio. m3/Jahr der höchste Verbrauch erreicht. Die anschließende Abnahme Anfang der 90er Jahre ist insbesondere auf die Sanierung von Leitungsnetzen und die verstärkte Verbreitung von wassersparenden Einrichtungen in Haushalten und Betrieben zurückzuführen.

 

 

Der Wasserverbrauch hängt im Wesentlichen von der Bevölkerungsentwicklung, dem Pro-Kopf-Verbrauch (ca. 122 Liter pro Person und Tag), von Industrie und Gewerbe, der landwirtschaftlichen Bewässerung, aber auch vom Eigenbedarf der Unternehmen und dem Löschwasserbedarf für den Brandfall ab.

Daneben müssen, insbesondere bei älteren Leitungsnetzen, Verluste berücksichtigt werden, die bis zu 15% des Gesamtbedarfs einer Kommune betragen können.