Wald – Natürlicher Trinkwasserspeicher

41 Prozent der Fläche Unterfrankens ist mit Wald bedeckt. Der Wald ist unser bestes natürliches Schutzgebiet: er reinigt nicht nur die Luft, er ist auch ein wichtiger Trinkwasserspeicher. 

Die Waldwirtschaft hat vor über 200 Jahren das Prinzip der Nachhaltigkeit entwickelt. Eine naturnahe Forstwirtschaft vermeidet Kahlschläge, entnimmt nicht mehr Holz als nachwächst, beugt der Bodenerosion vor, verzichtet weitestgehend auf Dünge- und Pflanzenschutzmittelund erhält den Wald langfristig. Ein willkommener Nebeneffekt ist der positive Einfluss auf das Grundwasser.

Größere Kahlschläge führen zur Auswaschung von großen Nitratmengen und zu Erosion; Grundwasser und Bäche werden belastet.

Illustration: Der Wald und seine Funktion für das Grundwasser

Fakten

Illustration: Trinkwasserbrunnen im Wald1. Trinkwassergewinnung

Wald hält das Niederschlagswasser fest wie ein Schwamm; der Waldboden reinigt das versickernde Wasser wie ein natürlicher Filter. Damit erfüllt der Wald für das Trinkwasser eine wichtige Funktion und ist ein guter Standort für die Trinkwassergewinnung.

 



Laubwald mit einem kleinen Wasserfall2. Laubwälder

54 Prozent aller Waldflächen Unterfrankens tragen Laubbäume. Laubwälder und Mischwälder mit einem hohen Laubholzanteil sind besonders gut für den Grundwasserschutz geeignet, denn Laubwald produziert im Vergleich zu Nadelwald durchschnittlich eine Million Liter Grundwasser pro Hektar und Jahr zusätzlich.

 

 

 

 

Rauchender Schornstein3. Reinhaltung der Luft

Wälder sind vom Eintrag von Luftschadstoffen besonders betroffen, weil die Bäume die Schadstoffe aus der Luft gleichsam auskämmen. So genannte diffuse oder flächenhafte Belastungen entstehen vor allem durch den Straßenverkehr, Heizungen und Energieerzeugung und die Industrie. Aus der Luft werden sie mit dem Regen in die Böden und das Grundwasser eingetragen.