Globale Herausforderungen

Der Blaue Planet – ein Bild von der Erde aus dem WeltallAus dem All betrachtet erscheinen die Wasservorräte unseres „Blauen Planeten“ unerschöpflich: Über 70 Prozent der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Das sind fast 1,4 Milliarden Kubikkilometer Wasser – eine unvorstellbare Menge. Doch wir können nur einen winzigen Bruchteil davon nutzen: Nur geschätzte 3 Prozent dieser gewaltigen Wassermassen sind Süßwasser. Der größte Teil davon wiederum ruht eingefroren in Gletschern und den Eispanzern der Pole. Gerade mal 0,3 Prozent allen Wassers sind als Trinkwasser nutzbar. Zwar liefert die Natur ständig sauberes Trinkwasser nach, aber eben nicht in unbegrenzter Menge.

Im weltumspannenden Wasserkreislauf geht das Wasser zwar nicht verloren, es wird aber durch verschiedene Nutzungsarten beeinflusst. Wir müssen sehr sorgsam mit unseren Wasservorräten umgehen, denn ohne Wasser gibt es keine Zukunft! Schon heute haben etwa eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser. Und täglich sterben Tausende, vor allem Kinder, weil sie verschmutztes Wasser getrunken haben.

Die wachsende Weltbevölkerung, die zunehmende Industrialisierung und der hohe Wasserbedarf in der Landwirtschaft erhöhen zunehmend den Wasserbedarf. Die Folge: die Wasserversorgung wird immer mehr zum Politikum bis hin zum Kampf um das "blaue Gold". 

Eine Wasserversorgung durch private, gewinnorientierte Unternehmen macht Probleme. Deshalb gilt bei uns in Unterfranken der "bayerische Weg": die Trinkwasserversorgung in der öffentlichen Hand zu belassen. Auch Städte in anderen Ländern, die auf die Privatisierung gesetzt haben, streben eher wieder die Umstellung auf die öffentliche Hand an.