Veranstaltungen 2013

12.12.2013: Reform der EU-Agrarpolitik – Bedeutung für den Ökolandbau und den Grundwasserschutz in Unterfranken (AELF Würzburg)

Die wesentlichen Entscheidungen zur Agrarpolitik werden in Brüssel getroffen. Obwohl alle Landwirte davon betroffen sind, fällt es immer schwerer, der Diskussion zu folgen. Wer ist für was zuständig: Agrarrat, Europäisches Parlament, Europäische Kommission, Mitgliedstaaten? Und was bedeuten Trilogverhandlungen, 1. und 2. Säule, Greening? Die Veranstaltung wollte auch „Agrarpolitikeinsteigern“ die Zusammenhänge aufzeigen und diskutieren, welche Bedeutung die Reform für den Ökolandbau und den Grundwasserschutz in Unterfranken hat. Referenten aus Verwaltung, Verbänden und Forschung beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Die Vortragspräsentationen können Sie als PDF-Dateien herunterladen - klicken Sie einfach auf den Titel des Vortrags in der Programmübersicht.

Weitere Informationen finden Sie im Veranstaltungsflyer

Bericht über die Veranstaltung in der Mainpost: Profitiert der Ökolandbau von der EU-Agrarreform?

Programm

18.30 - 19.00 Uhr Ankommen und Imbiss

19.00 - 19.15 Uhr Begrüßung
Andreas Maier (LLD Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Würzburg), Bertram Eidel (Bereichsleiter Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz an der Regierung von Unterfranken, Würzburg)

19.15 - 19.25 Uhr Einführung
Bernhard Schwab (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Bamberg)

19.25 - 19.45 Uhr Agrarpolitik für Einsteiger
Jörg Schramek (Geschäftsführer des Instituts für Ländliche Strukturforschung, Frankfurt)

19.45 - 20.05 Uhr Architektur der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013
Dr. Rainer Gießübel (Unterabteilungsleiter Planung, Sozialpolitik, Steuern im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Berlin)

20.05 - 20.25 Uhr Umsetzung in Bayern
Anton Dippold (Ministerialrat im Bayerischen Staatsministerium
für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, München)

20.25 - 20.45 Uhr fileadmin/user_upload/PDF_Download/Fachinfos_Veranstaltungen/agws_131212_agrarpolitik_bewertung_plagge.pdfBewertung aus Sicht des ökologischen Landbaus
Jan Plagge (Präsident des Bioland-Verbands, Augsburg und Mainz)

20.45 - 21.00 Uhr Pause

21.00 - 22.00 Uhr Podiumsdiskussion

22.00 - 22.15 Uhr Resümee und Verabschiedung


08.07.2013: Praxistag Öko-Landbau - Informations- und Diskussionsveranstaltung für Landwirte

Der sechste "Praxistag Öko-Landbau" der Initiative "Grundwasserschutz durch Öko-Landbau" hat dieses Jahr auf dem Naturland Betrieb Neder in Ramsthal im Landkreis Bad Kissingen stattgefunden. Günter und Christine Neder bauen Getreide und Körnerleguminosen mit dem Schwerpunkt Saatgutvermehrung sowie Sonnenblumen und Futterleguminosen an und wirtschaften seit rund 20 Jahren ökologisch.

Zur Einleitung stellte Klaus Klinger (Leitender Forstdirektor vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Bad Neustadt) den rund 120 Besuchern den Betrieb vor und skizzierte den Landwirtschaftsraum Bad Kissingen. Obwohl es dort bereits viele Biobetriebe gebe, übersteige die Nachfrage das Angebot und mache Importe notwendig. Ziel sei daher, die Eigenproduktion zu erhöhen. Christian Guschker von der Regierung Unterfranken stellte die Initiative Grundwasserschutz durch Öko-Landbau vor und ging auf regionale Schwierigkeiten für den Grundwasserschutz in Unterfranken ein, wie z.B. die dünnen und durchlässige Bodenschichten sowie die geringen Niederschläge. Bernhard Schwab, Ökolandbau-Berater am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bamberg, erläuterte die Idee hinter den Praxistagen: "Lernen von gut geführten Betrieben mit eigenem Konzept".

Anschließend wurden die Saatgutversuche zu Getreide und Leguminosen auf dem Feld vorgestellt. An der Versuchsfläche mit verschiedenen Weizen- und Dinkel-Sorten ging Bernhard Schwab auf die Vor- und Nachteile einzelner Sorten ein (Anfälligkeiten, Erträge, Winterhärte etc.) und informierte über Bodenfruchtbarkeit (Bodenzahlen) sowie besondere Schwierigkeiten (Trockenheit) und häufige Getreide-Pflanzen-Krankheiten (Steinbrand, Braunrost) am Standort. An der Versuchsfläche mit den verschiedenen Erbsen-, Ackerbohnen- und Sojabohnen-Sorten und Soja-Impfstoffversuchen stellte Werner Vogt-Kaute ber die Vor- und Nachteile der einzelnen Sorten vor; Bedingungen, Erträge, Krankheiten, Fruchtfolgen und Partner-Pflanzungen. Die Hälfte der getesteten Sorten stammt aus dem Ökolandbau, meist aus der Schweiz oder Österreich. Da sich die Bodenbeschaffenheit an verschiedenen Standorten stark unterscheide, seien die Saatgutversuche hilfreich um herauszufinden, wie sich Sorteneigenschaften und Düngung an verschiedenen Stansorten auswirken.

Dann führte Betriebsleiter Günter Neder über seinen Betrieb und in die dreistöckige computergesteuerte geschlossene Siloanlage, hochmodern mit geringer Staubbelastung und Sensor in jedem Silo.

Christian Guschker von der Regierung Unterfranken informierte über Möglichkeiten des Grund- und Trinkwasserschutzes durch den Ökolandbau.
Bei einer Führung konnten die Besucher die Saatgutversuche zu Getreide und Leguminosen begutachten.
Naturland-Fachberater Werner Vogt-Kaute informierte über Vor- und Nachteile verschiedener Leguminosensorten.
Beeindruckt waren die Besucher von der hochmodernen dreistöckigen computergesteuerten geschlossenen Siloanlage.

Die Veranstaltungsreihe „Praxistag Öko-Landbau“ bietet sowohl für konventionell als auch für biologisch wirtschaftende Betriebe interessante Informationen zu aktuellen Themen. Landwirte und Berater stehen zum Gedankenaustausch zur Verfügung. Die Praxistage werden von den Beratern Bernhard Schwab, Werner Vogt-Kaute und Manfred Weller betreut.

Ansprechpartner:

Bernhard Schwab,
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Von-Luxburg-Str. 4, 97074 Würzburg
Fax 0931 7904722

Veranstaltungsflyer (PDF-Datei, 715 KB)