Veranstaltungen 2010

01.12.2010: Landwirtschaft für Artenvielfalt

Jahresveranstaltung der „Initiative Grundwasserschutz durch Öko-Landbau” zum Thema Agrobiodiversität im Klostergut Maria Bildhausen, Münnerstadt

Referentin vor PublikumDas Jahr 2010 wurde weltweit als Jahr der Biodiversität ausgerufen. Eng mit der Agrobiodiversität verknüpft ist die Vielfalt von Bewirtschaftungs- und Produktionsformen. Denn anders als bei der biologischen Vielfalt im Allgemeinen sind viele Bestandteile der Agrobiodiversität auf menschliche Aktivität zwingend angewiesen. Was nicht aktiv genutzt – z.B. angebaut, gehalten, aber auch verarbeitet oder konsumiert – wird, ist letztlich vom Aussterben bedroht.

Mit der Veranstaltung „Landwirtschaft für Artenvielfalt“ wollte die Regierung von Unterfranken im Rahmen ihrer AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ zusammen mit den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bad Neustadt, Karlstadt und Bamberg und mit bbv-LandSiedlung auf die Bedeutung der natürlichen Vielfalt für die Region hinweisen. Die Veranstaltung zeigte auf, wie der Schutz der Agrobiodiversität und der Grundwasserschutz miteinander verknüpft werden können. An Praxisbeispielen von laufenden und geplanten Projekten wurde dargestellt, wie Maßnahmen umgesetzt werden können, die beiden Zielen gleichermaßen dienen.

Weitere Informationen im Veranstaltungsflyer

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl an Vortragspräsentationen (PDF-Dateien) der Veranstaltung. Klicken Sie auf den Titel des Vortrags, um die betreffende Präsentationen zu öffnen:


01. und 02.07.2010: Praxistage Öko-Landbau Unterfranken 2010

Bereits im dritten Jahr in Folge wurden im Juli 2010 die „Praxistage Öko-Landbau“ angeboten. Die beiden Veranstaltungen mit den Schwerpunktthemen „Umstellung“ (Klostergut Maria Bildhausen) und „Druschfrüchte“ (Gut Obbach) stießen auf reges Interesse bei den Landwirten. Sie boten viele neue Erkenntnisse und Platz für Erfahrungsaustausch mit Kolleginnen und Kollegen.

1. Juli 2010: Klostergut Maria Bildhausen, Schwerpunktthema „Umstellung“

Besuchergruppe auf dem FeldDer malerische Torbogen des Klosterguts Maria Bildhausen diente am 1. Juli bei strahlendem Sonnenschein gut 80 unterfränkischen Landwirten als Treffpunkt für Besichtigung, Information und Erfahrungsaustausch. Der Pächter der landwirtschaftlichen Flächen, Michael Derleth, führte die Gäste durch den landwirtschaftlichen Betrieb. Im Vordergrund des Praxistages standen die Erfahrungen des in Umstellung auf Öko-Landbau befindlichen Ackerbaus des Klosterguts Maria Bildhausen. Der Betrieb beschränkt sich derzeit auf Futtergetreide, welches auch aus Umstellungsbetrieben zufriedenstellend vermarktet werden kann. Neben dem Engagement für Menschen mit Behinderung in der Landwirtschaft und dem ökologischen Landbau ist der Betrieb an mehreren Naturschutzprogrammen beteiligt. Zum Abschluss des Felderrundgangs folgten die Landwirte im ehemaligen Mühlengebäude dem Vortrag von Kerstin Spory über die Ergebnisse einer Umfrage bei Landwirten in der Umstellung zum Öko-Landbau.

2. Juli 2010: Gut Obbach, Schwerpunktthema „Druschfrüchte“

Besuchergruppe auf Gut ObbachAuch der zweite Praxistag stieß auf gute Resonanz. Rund 65 Landwirte waren trotz der hochsommerlichen Temperaturen am 2. Juli nach Gut Obbach gekommen. Begrüßt wurden sie von Betriebsleiter Bernhard Schreyer, Klaus-Peter Wilbois (FiBL) und Nikolaus Ehnis (Amt für Landwirtschaft). Anschließend ging es im Hänger auf eine Rundfahrt über die Felder. Dabei konnten die Erbsen-, Dinkel-, Sonnenblumen- und Weizenbestände begutachtet und ein Blick auf die Rotkleevermehrung geworfen werden. Im Anschluss wurden die Landessortenversuche zu Winterweizen und Dinkel unter fachkundiger Leitung von Nikolaus Ehnis und Werner Vogt-Kaute (Naturland Beratung) besichtigt. Neben altbewährten Sorten wie Achat und Capo wurden auch neuere Züchtungen wie zum Beispiel Butaro vorgestellt und diskutiert. Danach stellte Betriebsleiter Bernhard Schreyer die auf dem Betrieb eingesetzte Landtechnik mit ihren Besonderheiten vor. Dabei hob er besonders den flach wendenden Ecomat hervor, mit dem sich in Kombination mit dem Pacomat das Saatbett in nur einer Überfahrt bereiten lässt. Mit einer Diskussion wurde die Veranstaltung beendet.

Weitere Informationen im Veranstaltungsflyer