Die Landschaft kultivieren

Landwirte haben die wichtige Aufgabe, die Kulturlandschaft nachhaltig zu bewirtschaften und damit die biologische Vielfalt zu steigern sowie den Grundwasserschutz zu unterstützen.

Sreuobstwiese

Maßnahmen zur Pflege der Kulturlandschaft und Förderung der Biodiversität

  • Erhalt und Pflege von Streuobstwiesen: Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropas, zudem werden sie kaum gedüngt oder gespritzt. Streuobstprodukte wie Saft oder Marmelade sind bei Verbraucherinnen und Verbrauchern beliebt und stehen nicht zuletzt auch für praktizierten Arten- und Grundwasserschutz.
  • Ackerbauliche Maßnahmen: Blühstreifen bieten Nahrung für Bienen und andere Nützlinge; Grünstreifen, Wendbeete, Zwischenfruchtanbau oder Zwischen- und Untersaaten verschaffen nicht nur Lebensräume und Futter für die Tierwelt, sondern schützen gleichzeitig Boden und Grundwasser.
  • Grünlandschutz: Zur Extensivierung zuvor intensiv genutzten Grünlandes werden die betreffenden Flächen nicht mehr gedüngt. Die teils hohen Nährstoffvorräte werden durch die Nutzung vermindert. Die Aushagerung des Grünlandes spiegelt sich in der Umschichtung der Artenzusammensetzung hin zu einer standorttypischen Pflanzengesellschaft wider. Bei der Schnittnutzung wird auf eine späte Mahd (Schutz von Vogelgelegen, Erhöhung der Artenvielfalt, Bienennahrung) und angepasste Mahdtechnik (z.B. Messerbalken statt Kreiselmäher für Amphibien-, Vogel- und Wildschutz) geachtet. Die Beweidung erfolgt großflächig und extensiv (begrenzte Tierzahl) das ganze Jahr über.
  • Anlegen von Hecken: Hecken bremsen den oberirdischen Abfluss und schützen den Boden vor Erosion. Sie fördern die Biodiversität und können das Mikroklima für die Flächennutzung positiv beeinflussen. Darüber hinaus lässt sich das anfallende Holz sinnvoll nutzen.
  • Nutzung alter Kulturpflanzen: Die Nutzung alter Kulturpflanzenarten und -sorten trägt zu ihrer Erhaltung und somit zur Kulturpflanzenvielfalt bei.
  • Anlage von Agroforstsystemen: Produktionssysteme, die Elemente der Landwirtschaft mit denen der Forstwirtschaft kombinieren, sind artenreich, stabilisieren den Wasserhaushalt und schützen den Boden vor Erosion.

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