Wiesen und Weiden für den Grundwasserschutz

Wiese. Foto: E. JedickeGrünland hat im Hinblick auf den Grundwasserschutz viele Vorteile. Der dauerhafte Bewuchs kann mögliche durch die Bewirtschaftung verursachte Belastungen des Grundwassers abmildern oder sogar verhindern und schützt den Boden vor Erosion. Pflanzenschutzmaßnahmen werden im Grünland nur in Ausnahmefällen eingesetzt und Nährstoffe werden ganzjährig durch das Pflanzenwachstum gebunden. Die extensiv genutzte Wiese ist aus der Sicht des Grundwasserschutzes die optimale Landnutzungsform. Das Grünland muss durch eine landwirtschaftliche Tierhaltung verwertet werden, wie z.B. durch extensive Mutterkuhhaltung.

Maßnahmen für eine grundwasserfreundliche Grünlandbewirtschaftung

  • Reduzierung der Tierzahlen pro Flächeneinheit
  • Verzicht auf mineralische und zusätzliche organische Düngung
  • Vermeidung von Pflanzenschutzmaßnahmen
  • Einhaltung von Abstandsregelungen zum Schutz vor Einträgen in das Gewässer
  • Regelmäßige mechanische Pflege des Grünlandes (Abschleppen, Striegeln, Walzen) zur Erhaltung eines leistungsfähigen Pflanzenbestands
  • Grünlanderneuerung über Direkteinsaat ohne Bodenbearbeitung

Weitere Informationen

  • Beratung zur grundwasserverträglichen Grünlandbewirtschaftung bietet das zuständige Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten (siehe "Externe Links")
  • Grundwasserschutz als gemeinsame Aufgabe von Wasserversorgern und Landwirten: Pilotprojekt Werntal
  • Naturschutz und Landschaftspflege durch extensive Beweidung: Grünlandprojekt Biospärenreservat Rhön (PDF-Datei)