Kleine Flächen mit großen Wirkungen

RebstöckeWinzer auf seinem Weinberg am Main am MainWeinbau und Gartenbau sind im sonnenreichen Unterfranken bedeutende Wirtschaftszweige. Doch es sind auch intensive Produktionsverfahren mit Auswirkungen auf das Grundwasser. Moderne pflanzenbauliche Verfahren und Konzepte können dazu beitragen, Wasser einzusparen und den Eintrag von Schadstoffen oder Nitrat ins Grundwasser zu vermeiden.

Maßnahmen für grundwasserverträglichen Gartenbau

  • Allgemeine Maßnahmen:
    • Einsatz standortangepasster, robuster Sorten
    • termingerechte Bodenbearbeitung
    • ausgewogene Düngung und Fruchtfolgen
  • Wasserverbrauch reduzieren:
    • Wasserbedarf der Pflanzen beachten
    • Tröpfchenbewässerung
    • Verdunstungsverluste vermeiden
  • Chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel vermeiden:
    • Pflanzenbehand­lungsmittel auf natürlicher Basis (z.B. Pyrethrum oder Bacillus-Thuringiensis-Präparate)
    • Einsatz von Nützlingen wie Florfliegen, Marienkäfern, Raubmilben und Schlupfwespen

Maßnahmen für grundwasserverträglichen Weinbau

  • Eine Begrünung der Weinberge fördert die biologische Vielfalt, senkt die Nitratauswaschung, verbessert  den Wasserhaushalt und reduziert die Bodenerosion.
  • Der Einsatz von Düngemitteln ist auf die zugelassenen Zeiträume zu beschränken und dem ermittelten Bedarf anzupassen.
  • Eine Schädlingsregulierung durch Nützlinge ist zu bevorzugen und nur im Notfall auf synthetische Pflanzenschutzmittel zurückzugreifen.
  • Bäume, Büsche und Hecken bieten Lebensraum für viele Tierarten – nicht zuletzt für die Nützlinge.

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